Australien Rennen Favoriten Pneus Wetter Tipps für Podestduelle

Das Finale der MXGP-Weltmeisterschaft 2026 findet vom 18. bis 20. September auf dem Hidden Valley Raceway in Darwin statt. Auf dem Programm stehen die Klassen MXGP, MX2 und WMX. Die Titelentscheidungen fallen am Sonntag. Die Strecke ist für schnelle Geraden und technisch anspruchsvolle Kurven bekannt.

Qualifikation: Coenen und de Wolf setzen Akzente

Die Qualifikation zum 20. WM-Lauf wurde auf dem Hidden Valley Raceway ausgetragen. Lucas Coenen war in der MXGP-Klasse der Schnellste, während Kei de Wolf die Bestzeit in der MX2 fuhr. Damit verschafften sich beide eine gute Ausgangslage für die Wertungsläufe in Darwin.

Die Streckencharakteristik verbindet hohe Geschwindigkeiten mit engen technischen Passagen. Deshalb kommt es neben der Motorleistung auch auf eine präzise Linienwahl und konstante Kurvenausgänge an. Die Ergebnisse der Qualifikation geben dabei einen ersten Hinweis auf die Kräfteverhältnisse, entscheiden aber noch nicht über den Ausgang der Meisterschaft.

Rennform: Herlings baut seine Führung aus

Jeffrey Herlings gewann auf dem Darwin-Track beide Läufe und sammelte dabei 50 Punkte. Romain Febvre kam auf 44 Punkte. In der Gesamtwertung führt Herlings mit 973 Punkten. Febvre, Valentin Vialle und Andrea Adamo folgen in der Spitzengruppe.

Auch in der MX2 gab es eine klare Entscheidung. Maclean gewann das Rennen, während Ianis Reischulis Dritter wurde. Farres führt die MX2-Weltmeisterschaft mit 904 Punkten an. Die Brüder Reischulis liegen auf den Plätzen sechs und sieben.

Für Febvre brachte die Saison zudem einen besonderen Erfolg: Er gewann den MX2-WM-Titel für das Team von Kimi Räikkönen. Für den früheren Formel-1-Weltmeister war es der erste Titelgewinn als Teamchef. Räikkönen hatte das Team 2022 übernommen.

Australischer Faktor: Moss und Reed als prägende Namen

Die australische Motocross-Geschichte liefert mehrere bekannte Beispiele für starke Auftritte auf heimischem Boden. Matt Moss gewann in Toowoomba den 450er-Titel vor seinem Bruder Jake Moss. Josh Hill musste das Rennen nach einem Zusammenstoß aufgeben. In der 250er-Serie setzte sich Luke Sykes durch, während Gavin Faith trotz eines achten Platzes Meister wurde.

Chad Reed gewann 2009 die australische Supercross-Meisterschaft mit 21 Punkten Vorsprung. Im Regenfinale entschied er alle drei Läufe für sich. Diese Ergebnisse zeigen, wie stark die Bedingungen in Australien die Rennverläufe beeinflussen können.

Australisches Team für die Nations

Für den 3. und 4. Oktober wurde das australische Aufgebot benannt. Jed Banton, der MX1-Champion, startet in der MXGP-Klasse. Aaron Tanti, der MX1-Silbermedaillengewinner, tritt in der MX-Open-Kategorie an. Alex Larwood, der MX2-Champion, fährt in MX2.

Larwood ersetzt Kyle Webster, der sich einer Schulteroperation unterzogen hat. Die Fahrer richten ihren Blick zunächst auf die Nations, bevor das erste Supercross-Rennen der australischen Saison beginnt. Die nationale Meisterschaft startet im Oktober.

Weitere internationale Entscheidungen

In der Welt-Superbike-Serie gewann Iker Lecuone in Imola alle drei Rennen und setzte sich damit gegen den gekrönten Bulega durch. In der Moto3 kämpft Karpushin um einen Podiumsplatz.

Parallel dazu wurde in Queensland ein Gerichtsverfahren gegen die Rodungen für den geplanten Grand-Prix-Kurs im Victoria Park eingeleitet. Die sportlichen Entscheidungen in Darwin stehen damit neben einer Debatte über die weitere Entwicklung des australischen Rennsports.

Ähnliche Beiträge